Das West Asian Film Festival Vienna
widmet sich der Schaffung einer dynamischen Plattform für das zeitgenössische Kino aus Westasien und benachbarten kulturellen
Regionen. Mit seiner Premiere im METRO Kinokulturhaus etabliert das Festival einen neuen Raum für die filmische Auseinandersetzung
mit den sozialen, politischen und ästhetischen Fragestellungen, die aus einer Region hervorgehen, deren kulturelle Vielfalt
und künstlerische Ausdrucksformen allzu oft in vereinfachter Weise dargestellt werden.
Das Festival verwendet den
Begriff „Westasien“ als geografisch fundierte Bezeichnung, die reduktiven geopolitischen Deutungen entgegenwirkt und die Vielfalt
der Geschichten, Identitäten und kulturellen Ausdrucksformen in den Vordergrund stellt, mit denen es sich auseinandersetzt.
Verwurzelt in reichen und tief verankerten kulturellen Geschichten behaupten die Menschen Westasiens weiterhin Widerstandskraft,
Lebensfreude und Hoffnung – trotz Spannungen, die durch Unterdrückung, Gewalt sowie Eingriffe sowohl innerer Kräfte als auch
östlicher und westlicher Mächte geprägt sind. Auf Grundlage dieser historischen Erfahrungen streben sie nach Befreiung und
Würde. Das Festival würdigt diese Komplexität, indem es künstlerische Praktiken in den Vordergrund stellt, die die transformative
Kraft des Kinos erfahrbar machen.
Das Programm vereint Filme aus Afghanistan, Irak, Iran, Syrien, Libanon, Gaza,
Rojava und Rojhelat. Von dokumentarischen Reflexionen bis hin zu experimentellen und poetischen Erzählformen eröffnen die
ausgewählten Werke vielfältige Handlungsräume, entwerfen unterschiedliche gesellschaftliche Zukünfte und schaffen Räume für
Reflexion und Diskussion.
Über die Leinwand hinaus fördert das Festival durch Künstler*innengespräche, Vorträge,
Workshops und einen Empfang den intensiven Austausch und ermöglicht einen nachhaltigen Dialog zwischen Filmschaffenden und
Publikum. Auf diese Weise positioniert sich das West Asian Film Festival Vienna nicht nur als Präsentationsplattform für Kino,
sondern auch als Forum für Begegnung, kritische Auseinandersetzung und kollektive Imagination.
Weitere Informationen
zum Programm und Tickets finden Sie auf der
Website des WAFF, dem
Filmarchiv und
dem PDF Download.