Das künstlerische Wirken von Friedl Dicker-Brandeis (1898–1944)
nimmt eine Schlüsselrolle ein – für eine erweiterte Geschichte der österreichischen Avantgarde, aber auch für eine Vertiefung
des Verständnisses der Moderne.
Dickers Werk weist eine beeindruckende Bandbreite an Medien und Genres der bildenden
und angewandten Kunst auf. Geprägt vom Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule, der Itten-Privatschule und am Weimarer Bauhaus,
arbeitete sie als Malerin, Bühnenbildnerin, Architektin, Designerin in Wien und Berlin, im Exil und als Deportierte.
Das Buch erschließt die Heterogenität von Dickers Werk, rekonstruiert künstlerische Strategien sowie Bezüge auf ästhetische
und politische Diskurse der 1920er- bis 1940er-Jahre und dokumentiert erstmals ihre Werke in der Sammlung der Universität
für angewandte Kunst Wien.
Mit Essays von Julie M. Johnson, Robin Rehm, Daniela Stöppel u. a.
Stefanie
Kitzberger, Cosima Rainer, Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien
Linda Schädler,
Graphische Sammlung ETH Zürich
WEITERE AUSGABEN
Deutschsprachige Ausgabe:
Friedl
Dicker-Brandeis – Werke aus der Sammlung der Universität für angewandte Kunst Wien (Edition Angewandte, De Gruyter, 2023)
AUSZEICHNUNG
Friedl Dicker-Brandeis wurde als eines von 15 Schönsten
Büchern Österreichs 2022 ausgezeichnet.
Die Begründung der Jury:
"Dem umfangreichen und heterogenen
künstlerischen und dokumentarischen Material, das in diesem Band vorgestellt wird, stehen ebenso heterogene Texte und Kommentare
zur Seite. Martha Stuttereggers Konzept, diese inhaltliche Strategie in der Gestaltung sichtbar zu machen, resultiert in einem
harten Pappband mit tieforange-rotem Vorsatz und Nachsatz, der sich – in einer weniger intensiven Orange-Variante – im Fond
jenen Seiten spiegelt, die den direkten Kommentaren zu Bildern (Zeichnungen, Fotomontagen etc.) und Textilentwürfen der Künstlerin
gewidmet sind. Dazwischen werden – auf weißem Papier – allgemeine Aspekte des Werkes vorgestellt und zuletzt ihr umfangreicheres
und bekannteres architektonisches Oeuvre gewürdigt, bevor eine einzelne tiefblau gefärbte Seite den Beginn des Werkverzeichnisses
markiert."