In einer Welt, die von Konsum und Kapital bestimmt ist, bleibt vielen Matzleinsdorfer*innen
kaum noch die zeitliche, finanzielle oder räumliche Möglichkeit, um sich in der Nachbarschaft zu treffen, dort zu vernetzen
oder gar zu konsumieren. Dies verschärft soziale Ungleichheit und schwächt den Zusammenhalt. Vor dem Hintergrund, dass jede
zweite Person in Österreich finanzielle Sorgen eingesteht, braucht es Ideen, die über die Wohltätigkeit hinaus gehen und das
Feiern des Alltäglichen für jeden ermöglichen. Inspiriert von den emanzipatorischen Konzepten des Roten Wien wie der „Volksküche“
oder dem „Einküchenhaus“, sind Max Przibylla, Samuel Schmid, Julia Tebbe und Simon Wallis, Studierende der Abteilung Social
Design unter der Leitung von Brigitte Felderer, den aktuellen Problemen begegnet.
Die Nachbarschaftsküche
Küchenschiff bietet
einen Hafen für ein inklusives urbanes Zusammenleben in Zeiten sozialer Kürzungen und Kälte, Teuerungen und Einsamkeit. Durch
gemeinsames Essen und Kochen werden Synergien in der Nachbarschaft bewirkt. Das ursprüngliche Semester-Projekt experimentiert
mit der Erschaffung lebendiger und solidarischer Strukturen und ist inzwischen ein gemeinnütziger Verein.
Die wöchentlichen
Kochtreffen donnerstags von 16-20 Uhr in der Siebenbrunnenfeldgasse 24 werden auch nach Ende des Studienjahrs fortgesetzt.
Die Treffen sind offen für alle in der Nachbarschaft und darum herum.
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