Gerald Bast spricht im Rahmen des Symposiums zum Thema Wissen ist
Macht? – Kreativität ist Macht!
Die Kunst orientiert sich primär an den Dingen, die sich mit natürlichem
Auge erfassen lassen, die Wissenschaft stieß dagegen schon seit dem 16. Jahrhundert mit Instrumenten zu bislang unzugänglichen
»res invisibiles« des Mikrokosmos und des Makrokosmos vor. Heute arbeiten Künstler:innen im digitalen Zeitalter zunehmend
mit denselben Werkzeugen, Methoden und Programmen wie die Wissenschaft. Dieser gemeinsame »Pool of Tools« weist auf den Beginn
einer Verwissenschaftlichung der Kunst hin, wie sie die italienische Renaissance bereits zum Ziel hatte.