Die Familie Bunzl: Spurensuche und Erinnerungen
Peter Weinberger (verh. mit Kitty Bunzl) im Gespräch mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer
Old villa in Ortmann, Fotosammlung Familie Bunzl
1885 übernahm Julius Bunzl die Fabrik Ortmann. Nach und
nach wuchs das Unternehmen zu internationaler Größe und war am Weltmarkt gefragt. Arbeitsplätze, Bevölkerungswachstum und
ein sozialer Aufschwung kennzeichnen die Entwicklung bis in die späten 1930er Jahre.
Vor allem das Engagement der Familie
Bunzl ist bis heute legendär: Ihr unternehmerischer Weitblick, ihr soziales Verantwortungsbewusstsein, ihr Einfluss
auf die architektonische Gestaltung und die Förderung eines lebendigen Vereinswesens wirken bis in die Gegenwart. Nach dem
Ersten Weltkrieg initiierte Hugo Bunzl ein Wohnbauprogramm und engagierte dazu den Wiener Architekten Josef Frank,
der neben Arbeiterhäusern, nach den Vorbildern der Gartenstadt und der Siedlerbewegung, auch ein Kinderheim sowie weitere
Häuser für die Familie und Angestellte errichtete.
Die Geschichte der
Familie Bunzl ist jedoch auch eine von Arisierung, Vertreibung, Verlust, Vernichtung, Abschied und Rückkehr nach dem Ende
des Nationalsozialismus. Viele erinnern sich noch an die Familie, an gemeinsame Jahre im Kindergarten mit Kitty, an Fußballspiele
mit Johnny, an Begegnungen mit dem Firmenchef in Ortmann oder seiner Frau im Haus auf dem Kitzberg.
Einen Abend
lang wollen wir Peter Weinberger zu Wort kommen lassen, den Ehemann von Kitty,
Tochter von Viktor Bunzl. Im Gespräch mit dem Journalisten und Historiker Peter Huemer folgen
wir einer Spurensuche, in der sich persönliches Erinnern und kollektives Gedächtnis abgleichen lassen.
Wildes Erinnern und zeitgeschichtliche Forschung
Herzlichen Dank an den Geschichts- und Kulturverein
Oberes Piestingtal
Doris Krüger, Transmediale Kunst, Universität für angewandte Kunst Wien