Playthings of Touch

Die Universität für angewandte Kunst Wien auf der Ars Electronica 2026

Sechs Arbeiten der Angewandten untersuchen verschiedene Wege, die Welt durch das Spiel mit Objekten und durch die lebendige, sich verändernde Materie des Körpers zu berühren. Eine gemeinsame Frage zieht sich durch alle Arbeiten: Was geschieht, wenn wir in Kontakt treten, wie wirkt sich das auf die Umgebung und auf uns selbst aus?

Playthings of Touch vereint sechs Arbeiten aus drei Abteilungen der Universität für angewandte Kunst Wien, die von einer gemeinsamen Überzeugung geprägt sind: Verstehen beginnt nicht mit der Beobachtung, sondern mit der Berührung – ganz gleich, ob diese Berührung direkt ist, verhalten erfolgt oder nur als Spur dessen empfunden wird, was berührt und wieder weggenommen wurde. In all diesen Arbeiten wird Wissen dadurch erlangt, dass man berührt, drückt, festhält und sich durch das, was man festhält, oder durch das, was gerade außerhalb der Reichweite bleibt, verändern lässt.

Einige der Arbeiten behandeln das Objekt als Spielzeug – nicht im Sinne eines Spielgeräts, sondern als etwas, das in den Händen gewendet und eher durch Spiel als durch Analyse verstanden wird, wobei der Akt des Umgangs zu einer Denkweise wird. Das Spiel wird hier zu einer Methode der Erforschung, zu einer Möglichkeit, sich schwierigen Fragen zu nähern – von künstlicher Intelligenz und Macht bis hin zu Geschichte und Mitschuld –, und zwar durch die direkte, haptische Begegnung des Körpers mit einem Objekt, das zurückwirkt. Andere wenden sich dem Körper selbst als lebendiger, sich wandelnder Materie zu und betrachten wissenschaftliche Modelle, die das Unsichtbare greifbar machen, lebende Kulturen, deren Wachstum und Verfall planetarische ökologische Prozesse widerspiegeln, oder hybride Gestalten, die zwischen Mensch, Maschine und Material schweben und sich meist durch das zeigen, was sie zurücklassen oder sich weigern, vollständig preiszugeben.

Gemeinsam stellen die sechs Arbeiten die Frage, was geschieht, wenn wir Kontakt herstellen, und was übrig bleibt, wenn kein Kontakt zustande kommt. Was kann uns ein Spielzeug über Macht lehren, und was kann uns eine vorenthaltene Berührung über den Körper lehren?

Beteiligte:

Experimental Game Cultures (Prof. Margarete Jahrmann)

  • It-didn't-rain-that-day_TREE OF THOUGHT — Margarete Jahrmann, Stefan Maier, Stefan Glasauer, Thomas Brandstetter, Alex Hackl
  • (A)I love you, we're the same — Catherine Spet
  • Small Goals Big Pains — Navid Javan Shojamofrad


Transmediale Kunst (Prof. Jakob Lena Knebl)

  • Untitled, Unformed — Cristian Anutoiu


Art & Science (Prof. Virgil Widrich)

  • Found in Translation — Dunia Sahir
  • metabolic_girl — Camille Belmin



 


Termine

Ausstellungsdauer
09. September 2026 - 13. September 2026
JKU MED Campus, Classroom Building (LEH), Level 1