Peer Review
Die Peer Review wird an der Angewandten als ein Verfahren angewendet, das Studienprogramme und die für sie verantwortlichen künstlerisch-wissenschaftlichen Organisationseinheiten (Abteilungen und Institute) bei breiten Prozessen der Qualitäts- und Organisationsentwicklung unterstützt. Die zentralen, verfahrensleitenden Fragestellungen werden der jeweiligen Situation mit ihrem konkreten Entwicklungsstand und daraus erwachsendem Reflexions- bzw. Beratungsbedarf angepasst. Eine Peer Review betrachtet die Umsetzung des Studiums und, je nach den spezifischen Entwicklungsfragen der Abteilung in unterschiedlicher Intensität, auch die Entwicklung des zugehörigen Forschungsfelds.
Nationale und v.a. internationale Gutachter*innen aus den je relevanten Umfeldern werden herangezogen, um zu fachlich fundierten Einschätzungen und produktiven Hinweisen für Weiterentwicklungen zu gelangen. Neue Studienprogramme durchlaufen verpflichtend fünf Jahre nach ihrer Einführung – also zu einem Zeitpunkt, zu dem jedenfalls mit ersten Absolvent*innen dieser Programme gerechnet werden kann – eine Peer Review. Darüber hinaus können sich künstlerisch-wissenschaftliche Organisationseinheiten oder Studienprogramme freiwillig einer Peer Review unterziehen.
Die Verfahren werden in Kooperation mit einer anerkannten externen Qualitätssicherungsagentur durchgeführt, um eine hohe Verfahrensqualität gemäß internationaler Standards sicher zu stellen. Zur Auslösung einer bereits vorgesehenen Peer Review tritt die UQE an die betreffende künstlerisch-wissenschaftliche Organisationeinheit heran. Bei freiwilligen Verfahren tritt die interessierte künstlerisch-wissenschaftliche Organisationeinheit an die UQE heran.
Die UQE koordiniert zwischen dem evaluierten Programm bzw. der evaluierten Organisationseinheit und der externen Qualitätssicherungsagentur und ist unterstützende Partnerin, indem sie Information und Beratung zur Verfügung stellt, bei Bedarf interne Workshops anbietet und protokolliert, und Berichte beratend begutachtet.
Nach Abschluss einer Peer Review bearbeitet die betreffende Abteilung die Empfehlungen und berichtet darüber ans Rektorat, um gemeinsame Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung von Studium und Abteilung zu ziehen.


